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Malle 2022: Orient mit Hansi

Bergdorf Orient
Leider war Hansi in der Woche vor Ostern stark im Shop beschäftigt mit Verleih der Räder. "Die Rennen uns z.Z. die Bude ein. Selbst die E-Bikes sind alle verliehen", meinte er. So blieb nur der Donnerstag für eine geführte Runde, die ich auch direkt buchte. Zu fünft fuhren wir locker über das Hauspäßchen los, wo sich sofort Unterschiede zeigten. "Die nächsten 3km jeder wie er mag", rief Hansi uns zu. Peter aus Berlin fiel sofort hinten raus, als Leonhard aus Niederösterreich mit TF a la Lance Armstrong loslegte. Doch dann kam der "große Schweiger". Ganz locker und ohne Mühe ließ er uns stehen, während ich wieder aufschloss zu Leonhard und hinter ihm blieb.

Tag 4: Orient mit Hansi

Oben mussten wir doch recht lange auf den Berliner warten und danach ging es gemeinsam weiter über Establiments durch die Felder und das Dorf Son Sardina, mir noch unbekannt. Vor Bunyola baute Hansi noch zwei Nebenstraßen mit kleinen Rampen ein und schon waren wir im Anstieg zum Col d' Honor. Gleiches Spiel: Der Lance aus Ösiland legte wieder los wie die Feuerwehr und wurde locker vom "Schweiger" ausgekontert. Selber tat ich mich recht schwer und hielt immer 1-2 Serpentinen Abstand zu Leonhard, als Hansi von hinten mit einem Spanier im Schlepp vorbeizog. Am Col wars dann recht voll mit mehreren Radclubs und auch etwas kühler. Die Abfahrt zum Bergdorf Orient blieben wir geschlossen hinter Hansi um dahinter die super asphaltierte Abfahrt nach Alaro Gas zu geben. Zusammen mit Hansi und dem Schweiger kam ich unten an. "Da bist Du ja auf der Abfahrt zu uns aufgeschlossen", meinte Hansi. Ich zeigte kurz Richtung Bauch....und Hansi "deine Trümpfe gut ausgespielt👍".

Graveleinlage
In Alaro wars auch wieder wärmer als wir am Cycling Planet vorbeiradelten. Den Laden kannte ich auch noch nicht. Pause sollte aber erst in Santa Maria del Cami sein. Hier blieb dann auch mehr Zeit zu plauschen. Der Schweiger blieb stumm, Leonhard plauderte viel mit Hansi über Ackerbau- und Viehzucht in Österreich...Details nicht immer zu verstehen. Hansi erzählte was er so macht, u.a. sind sie umgezogen innerhalb Bunyolas und haben das eigene Haus vermietet. Da Gravelbikes immer mehr gefragt sind, ist geplant Hansi auch als Guide für Graveltouren einzusetzen. Deshalb testet er jetzt häufiger Seitenwege. Die Geschichte von Peter war aufwühlend. Mit Kumpels haben sie in Lieferwagen Lebensmittel bis in die Ukraine geliefert. Eigentlich wollten sie bis Lemberg, aber an der Grenze war Schluss. Auf dem Rückweg haben sie geflüchtete Frauen mit Kindern bis nach Berlin gebracht.

Hirschi als E-Bike
Nach der Pause wurde im Flachen Tempo gemacht, als wir plötzlich ins Unigelände abbogen und kurz danach mitten im Gelände auf einer Gravelpiste landeten. So sahen also die Streckentests aus😂. Es ging dabei gut rauf und runter, vorbei an der Bodega Can Mayol mit angegliederter Angus-Rinderzucht. Irgendwann spuckte uns das Gelände aus und wir waren wieder auf Asphalt Richtung Establiments. Der letzte Anstieg lauerte, das Hauspäßchen von der Rückseite. Diesmal zog der Schweiger sofort los, ich hintendran, Hansi dahinter. Bis zur Hälfte konnte ich das Tempo mitgehen, dann musste ich die beiden ziehen lassen. Trotzdem wurde es laut Strava eine bessere Zeit als zuletzt 2018....immerhin. Wir kamen wieder zusammen und in der Abfahrt bis Calvia wurde erneut geballert. Hansi gab die Kurvenlage vor und der Rest folgte.....einfach herrlich.

Zufrieden kamen alle in Paguera an nach 110km mit knapp 1500 HM. Peter aus Berlin hatte bereits Touren gebucht für Woche zwei, der Schweiger wurde am Ende doch noch munter und suchte nach Mitstreitern für eine morgige Fahrt durchs Tramuntana.

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