Direkt zum Hauptbereich

Am Nordkanal: Von Düsseldorf nach Venlo

Am Nordkanal
Ganz spontan haben wir Freitag entschieden, das gute Herbstwetter für einen Wochenendtrip mit dem Rad zu nutzen. Die Wahl fiel auf die Fietsallee am Nordkanal, dazu ein kurzer historischer Rückblick:

Anfang des 19. Jahrhunderts lag Napoleon im Clinch mit den Oraniern, die alle Hafenstädte an Rhein und Maas unter Kontrolle hatten. Um den Zöllen zu entgehen, plante er eine Wasserverbindung vom Rhein bis nach Antwerpen, welches zum französischen Territorium gehörte. Also begann man 1806 mit dem Bau des Nordkanals, welcher aber nie fertiggestellt wurde, weil die politischen Verhältnisse sich schnell änderten und man keine Notwendigkeit mehr für einen Kanal hatte. Heute ist dieser an vielen Stellen zugeschüttet, aber z.B. im Neusser Stadtgebiet noch komplett erhalten.




Süchtelner Höhen
So sind wir denn ab Neuss-Grimlinghausen auf diesen eingeschwenkt und man fährt wirklich an einem grünen Band durch die Stadt Neuss. Ab Kaarst wird es ungemütlich - hier geht der Kanal über mehrere km parallel zur stark befahrenen Bundesstraße. Erst kurz vor Mönchengladbach wird es wieder landschaftlich reizvoller mit Wald und Wiesen und der Schwebefähre über die Niers als Attraktion. Die Ortsdurchfahrt von Viersen zeigt uns die Neubaugebiete der Stadt.....nun ja. Vom Kanal schon lange nichts mehr zu sehen, einzig die rot-weiß geringelten Stelen zeigen einem den geplanten Verlauf an. Erst hinter Grefrath geht es zurück in die Natur, bei der Anfahrt zu den Krickenbecker Seen, mir bestens bekannt von diversen RTFs.

Es folgt noch eine Schleife über Herongen und einen arg verschlammten Pfad und schon steht man am alten Grenzhaus. Die letzten km bis Venlo rollt man entspannt auf dem Radweg und wir genießen den Rest des Abends in der schönen Stadt an der Maas.

In einem Flyer ist alles wichtige zur Tour zusammengefasst: Flyer Nordkanal


Kermis en Venlo
Für die Rücktour haben wir eine andere Route gewählt - frei nach Schnauze. Unser beider Resumee: Die eigene Tour war schöner; fast ausschließlich über Wirtschaftswege und mit viel Natur am Wegesrand. Die grobe Strecke: Venlo-Kaldenkirchen-Breyell-Nettebruch-Lobberich-Süchtelner Höhen-Anrath-Willich-Kaarst-Neuss-Ddorf.

Insofern kann ich den Nordkanal als Radweg auch nur bedingt empfehlen. Die 74km sind als Tagesetappe selbst für sporadische Radler gut zu packen - notfalls mit Schiebhilfe;-)


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Traumpfade - Eifel & Rhein

Direkt nach dem Malle-Radurlaub gabs ein Kontrastprogramm: 4 Tage Wandern über die  Traumpfade ; allesamt Rundwege in Rheinland-Pfalz. Ein Kontrast waren auch die Temperaturen. Von Schnee, Hagel, Regen bis Sonnenschein war alles drin. Die ersten beiden Tage waren wir in der Nähe von Mayen in der  Pension Willebuhr sehr schön untergebracht. Für das Wochenende gesellten sich Andreas & Heike dazu, bei Wanderungen rund um die  Abtei Sayn mit Übernachtung im zugehörigen Gästehaus. Monrealer Ritterschlag: 13,7km, 500 Höhenmeter, Kategorie: schwer. Die Kategorien sind natürlich immer Geschmackssache, doch diese Wanderung führt häufiger steil bergan und bergab. Vor allem die mit Knüppeleichen bewachsenen und felsigen Steilhänge sind nicht ohne. Da uns an diesem Tag die Sonne begleitet macht es richtig Spaß entlang der Felder und Wiesen zu laufen. Highlight sind zum Schluss die beiden Burgruinen Philipps- und Löwenburg, die beide voll begehbar sind - auch der Turm. De...

Oberjoch: Langlauf klassisch

Nach acht Jahren Pause stand für uns wieder ein Skiurlaub an. Zusammen mit Reginas Bruder und Family ging es ins  Allgäuhaus nach Wertach. Mit Vollpension und viel In- und Outdooraktivitäten bietet es viel Programm für eine abwechslungsreiche Woche. Es wird hauptsächlich von Familien gebucht - wäre das Richtige für den Kleinen mit Anhang. Die Kids wurden am ersten Tag direkt für einen Alpin Ski-Kurs angemeldet und waren versorgt, während Regina und ich Langlauf wählten. Zum zweiten Mal standen wir so auf den dünnen Brettln nach Kärnten 2010. Am Anfang mühte ich mich um koordinierte Vorwärtsbewegung, zumindest die Doppelstocktechnik funktionierte schnell. An der ersten leichten Abfahrt blieb Regina stehen. Sie hatte Probleme, vor allem beim Bremsen. Die Loipen waren morgens noch vereist und glatt. Ich überholte eine Frau die sich gerade aus ihren Brettln rausklickte. "Hallo, ist etwas passiert?" fragte ich. "In der letzten Runde bin ich an dieser Stelle gestürzt, des...