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Teneriffa: Wanderung über den großen und kleinen Gala

Eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung führt über die höchsten Berge des Teno-Gebirges, den Cruz de Gala und den Pico Verde, auch "kleiner Gala" genannt. Von unserer Unterkunft in Santiago del Teide haben wir nur ein paar km Anreise bis zum Einstieg in die Runde. Diese beginnt in einer üppigen Weide- und Wiesenlandschaft mit allerlei blühenden Wildkräutern. Man merkt sofort, dass wir uns im feuchten Klima von Teneriffas Norden befinden. Der Gala ist die Wetterscheide.

Ausblick zum Teide
Regina freut sich über so viel Grün und macht Foto um Foto, sogar ein paar Tümpel mit hohem Wasserstand haben sich gebildet. Kurz danach steigen wir bergan, um hinter dem nächsten Hügel in eine komplett andere Vegetationszone zu gelangen - dem Nebelwald. Ein Pfad führt durch dichten Baumbestand, welcher uns kühlenden Schatten spendet. Es geht weiter unmerklich bergauf, bis wir an eine große Forststrasse gelangen, die hinter einem Eisentor in eine Asphaltpiste mündet bis zum Gipfel, dem großen Gala. Optisch nicht besonders ansprechend stehen dort auf 1347m zwei Funksendemasten und ein großer Feuerwachturm zum Schutz der Waldregion im Teno-Gebirge. Allerdings muss man sich vor Bienenschwärmen in acht nehmen. An einem Steinhaus schwirren Tausende umher, die dort wohl einen Bienenstock gebildet haben.

Im Nebelwald (ohne Nebel:-)
Wir genießen noch ein wenig die Aussicht aufs Meer und die Inseln La Gomera und La Palma, um danach den Weg zum Pico Verde fortzusetzen. Nach dem Nebelwald folgt nun ein trockener, felsiger Abschnitt. Wir treffen ein paar Wanderer, die weiter bis Masca wollen. Der Gipfel des Pico Verde liegt etwas Abseits des Rundwanderweges und ist nicht so leicht zugänglich. Es braucht eine Kraxeleinheit, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, aber es lohnt sich. Man schaut hier von oben tief in den Barranco von Masca hinunter.

Am Pico Verde
Wieder zurück auf der Strecke kommen wir in einen Kiefernwald. Es duftet überall
nach den Nadeln und Zapfen liegen umher. Ich bin noch in Gedanken bei der Felsenpassage des Pico, als wir nach einiger Zeit die Asphaltpiste zum großen Gala queren. Von hier aus kommen wir wieder in das grüne Wiesental. Die Sonne brennt mit voller Kraft, doch wir haben es ja nicht mehr weit. Denkste!! Regina bemerkt plötzlich den Verlust ihrer neuen Sonnenbrille. Sie muss irgendwo aus der Hosentasche gefallen sein. Die ganze Strecke zurück gehen? Nein, danke! Wir entschließen uns am Ende der Runde die ersten km bis zum Nebelwald erneut bergan zu laufen, immer den suchendem Blick gen Boden gerichtet. Leider nur mit dem Erfolg von zusätzlichen Schweißtropfen; die Brille bleibt verschwunden

Rund um die beiden Galas, ca. 4 Std.


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