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Panzer rollen

Wieder unterwegs mit meinem 16kg Kampfkoloss. Nach der Arbeit gen Leverkusen mit 40km Gegenwind. Hinter Neuss wurden die ersten beiden Rennrad-Opies überholt - Treffer versenkt. Bei schönstem Wetter und ruhigen Nebenstraßen und Wegen über die Dörfer Stürzelberg, Zons, Rheinfeld bis Köln-Langel zur Rheinbrücke. Nun endlich Rückenwind und die fetten Schluppen rollen. Kleiner Schlenker in Monheim übern Deich bis Baumberg, da wurde der dritte Renner gestellt. In der Urdenbacher Kämpe mit Tempo 35 hat er sich abhängen lassen - schwach. Anner Ampel in Benrath noch eine (Ex-)Arbeitskollegin getroffen, die war vielleicht überrascht als ich meinte "komme gerade von der Arbeit". Man fährt ja nicht jeden Tag 85km mit dem Rad nach Hause.

Batman & der Kronprinz

Auf, auf zur Nordhelle . Fast pünktlich um kurz nach neun ging es auf die erste 150er Runde des Veranstalters in Schwelm. Batman im Luxcom-Dress, allerdings ohne seinen langjährigen Partner Robin. Diese Rolle musste heute jemand anderes übernehmen. Nun gut, nach 3km hatte sich ein Aspirant bereits verabschiedet. Der erste längere, gemäßigte Anstieg stand auf dem Programm und es ging direkt zur Sache. Zwischendurch stammelte Batman etwas von "die Ecke kenne ich vom Gevelsberger". Es sollte nicht das einzige Mal bleiben. Überraschenderweise lief es auch bei mir gut und wir wechselten uns in der Führung ab. An der ersten Kontrolle hieß et schon "die Bananen sind gleich alle", und dass um kurz nach 10 Uhr! Mit nur einem Powerbar + Müsliriegel als Grundstoff, packte ich also direkt die Taschen voll, denn die spannende Frage war: Gibts noch was zu mampfen an den anderen Kontrollen? Auf schönen und ruhigen Waldstraßen rollten wir Richtung Kierspe, um kurz vorm Abzwei...

Im Mutterland des Radsports

Auf nach Stolberg bei Aachen, so haben sich wohl viele Radsportler an diesem sonnigen Samstag gedacht. Eine Tour durchs  Vorvenn  stand auf dem Programm. Zu zweit angereist standen wir am Start, da waren bereits die Startnummern ausgegangen. Der Veranstalter hatte bislang wohl nie die magischen 500 erreicht, so bin ich mit imaginärer Nr. 503 auf die Strecke - übrigens warens am Ende 765 Teilnehmer. Nach wenigen km passiert man die "grüne Grenze" nach Belgien, was sich direkt am rauhen Asphalt bemerkbar macht. An einer Ampel trafen wir dann auf drei Düsseldorfer von den Hoppern. Fortan gings zusammen durch welliges Gelände, gesäumt von kleinen Dörfern mit schönen Häusern aus Naturstein. Nicht umsonst lassen sich viele Deutsche hier nieder - günstige Immobilien und Aachen ist gleich um die Ecke. Erstes Highlights war der Kontrollpunkt in Henri-Chapelle. Mitten im Zentrum war der Verpflegungsstand aufgebaut, drumherum die Boulangerie...

Gejaule im Wind

Was war denn das bitte für ein Sturm heute? Zustände wie am "Blanken Hans". Im Sternfahrt-Modus gings zur RTF in Tönisvorst + 110er Runde. Ein strammes Programm! Bei leichtem Rückenwind ließ es sich gut an und nach rund 100km mit der Arschbraut hieß es an der zweiten Kontrolle "jetzt nur noch Gegenwind!" Kurzzeitig wollte ich mich an eine Tria-Truppe dranhängen, aber durch eine Mulde wurde auf 50km/h beschleunigt und Bernie war weg, da hab ich rausgenommen. Überhaupt zehrte der Sturm nun an den Kräften und irgendwann ging leider nichts mehr bei meinem Kompagnon. 20km vorm Ziel waren auch meine Kräfte langsam am Ende und ich fing an den Wind zu verfluchen. Irgendwie konnte ich den 29er Schnitt noch retten auf 140km. Am Ziel hieß es: Beine hochlegen, Cola, Bier + Bratwurst. Den Rückweg habe ich alleine angetreten - war auch noch ne Qual - so dass am Ende ne kleine Iron Man Distanz von 171km rausgekommen sind.

Jetzt gehts los!

Auf diesen Tag haben alle schon gewartet: Heute Abflug nach Malle! Die letzten Tage die Beine hochgenommen und mental vorbereitet. Nun wird sich zeigen, ob das Training wirksam war. Bisherige Bilanz: 520km auffem Renner, 15 Std. Spinning (375km hochgerechnet), 175km Laufen. Die schwierigste Übung habe ich hoffentlich gut überstanden: Seit Freitag sitzt das Bakterien-Mutterschiff nebenan, hustend, prustend und mit Kopfschmerzen. Da bleibt keine Zeit für Zärtlichkeiten. Prophylaktisch ein paar Aspirin und Grippostad eingeworfen und literweise Vitamin C-Tabletten. Wäre sonst ganz bitter. Auf zur Mandelblüte - wie ein romantisch veranlagter Kollege anmerkte. Letzte Wettermeldungen: 15-19° und trocken.

Adieu, Trek!

Nach rund siebenjähriger "Ehe", verabschiede ich mich in der kommenden Woche von meinem OCLV Renner. Hat mir bei Flachland-RTFs mit den Alu-Cosmics immer gute Dienste erwiesen und hält aktuell meine persönlichen Rekorde an der Halde  und am Blecher . "Niemals geht man so ganz" oder "Eine Träne im Knopfloch"

Ausflug nach Holland

Heute ging es zum RSC Schwalmtal, der traditionell die Saisoneröffnung mit einer 111er RTF ausrichtet. Voller Vorfreude auf den schönen Kurs, siehe auch bei  GPSies.com , wurden die ersten km mit Tempo gefahren und kurz darauf reihte ich mich in eine schnelle Gruppe ein. "Was haben die denn vor?", standen wohl alle unter Druck und bis zur 1.Kontrolle stand nen 30er Schnitt. Kurz darauf die Erklärung; an der 1.Streckenteilung bog die Hälfte ab auf die 45er Runde, waren wohl Sternfahrer. Der Rest verabschiedete sich dann an der 2.Streckenteilung und so stand ich da - alleine, die nächsten 20km durch den Gegenwind ackernd. Der schnelle Beginn war ein Kardinalfehler und bescherte mir müde Beine, doch irgendwie rettete ich mich bis zur 2.Kontrolle. Die Stärkung hier war bitter nötig, bin ja ohne Frühstück auf die Strecke (noch ein Kardinalfehler). Die Jungs vom RSC verkündeten mir die frohe Botschaft: "Ab jetzt Rückenwind bis nach Holland!" So wars dann auc...