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Tour de Nüss (Neuss)

Manche sprechen abfällig von Kirmesrennen, wenn von den Nach-Tour-Kriterien wie der Tour de Neuss gesprochen wird. Natürlich wird hier nicht mit vollem Risiko gefahren und das ein oder andere Mal steht der Sieger schon vorher fest. Was solls, für die meisten steht der Event, die Stimmung und die Chance ein paar Profis "live" zu sehen im Vordergrund.
Um 18 Uhr mit Bernie getroffen und ab gen Neuss. Neben der flüssigen Verpflegung am Kiosk - der Mann hat das Geschäft des Jahres gemacht - noch ne Bratwurst gegönnt, da gehts bereits los. Ein Steherrennen nutzen einige vorab zum Warmfahren. Das Ganze gibt eher ein lustiges Bild ab.
Vor dem Start mache ich ein paar Fotos. Hondo - getackert und gepflastert. Petacchi - etwas mürrisch dreinblickend. Knees präsentiert sein Rad. Wegmann im Plausch mit Nerz und Gretsch. Grischa Niermann, Robert Wagner und Co. Als Anheizer der obligatorische Marcel Wüst.

Petacchi
Das Rennen selbst ist schnell erzählt. Etwa nach der Hälfte der Distanz setzt sich Hondo eindeutig ab und kann einen Großteil des Feldes überrunden. Ungefähr ein dutzend Fahrer tun es ihm gleich, so dass fünf Runden vor Schluss nur noch unter diesen der Sieger ausgefahren wird. Da schafft es Knees plötzlich eine Lücke zu reißen....die Vorentscheidung. Christian Knees gewinnt vor Petacchi, Nerz und Hondo.

Fazit: Toll, dass es sowas noch gibt. Nach den ganzen Dopingquerelen, findet sich ja fast kein Sponsor mehr für eine Radveranstaltung. Einige der Anwohner haben bei dem guten Wetter direkt eine Haus-Party daraus gemacht - mit Kind und Kegel.


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