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Gran Canaria: Pico de las Nieves - per pedes

Nachdem wir unser Domizil in die Berge verlegt hatten, reifte in mir die Idee zum
zweiten Mal auf den Pico de las Nieves zu ziehen - diesmal per pedes und bei wolkenfreiem Himmel.

Der Einstieg in die Wanderung liegt unweit von unserem Hotel in San Bartolome de Tirajana. Von hier hat man bereits einen beeindruckenden Rundumblick auf das Felsmassiv, welches den gesamten Barranco umgibt. Erste Zwischenetappe ist der Felsdurchbruch bei Cruz Grande, an dem wir bereits gut verschwitzt sind. Doch danach beginnt erst der richtige Spaß: Mehrere km geht es nun steil bergauf, teilweise in gemauerten Felsstiegen mit schwindelerregenden Ausblicken. Hat man diese geschafft, zieht sich der Pfad langsam ansteigend durch den kanarischen Kiefernwald.

Blick auf den Roque Nublo und Teide
Die Route ist meistens gut ausgebaut. Keine große Gefahr sich zu verlaufen oder an einem Felshang abzurutschen. Mittlerweile sind wir hoch genug, um einen Ausblick zum Teide, mit 3718m höchster Berg Spaniens, zu genießen. Dagegen ist der eher unscheinbare "Pico" mit 1949m mickrig. Der Weg bis zum Mirador zieht sich auf den letzten km nochmals in Rampen durch den Wald - das geht gut in die Waden.

Oben angekommen empfängt einen wieder der obligatorische Imbissverkäufer, der angesichts des sonnigen Wetters (und besserer Geschäfte) guter Laune war. Immer wieder trällerte er sein "Gran Canaria International" oder "Coca-Cola International". Dieses Mal mit Erfolg, denn unsere Getränkevorräte mussten wir dringend auffüllen. Nebenbei kann er bei uns ein paar gebrannte Mandeln an den Mann bzw. Frau bringen. Als Gegenleistung macht er mehrere kostenlose Gipfelfotos von uns:-)

Wir entschliessen uns den Rückweg auf gleicher Route zu gehen, da meine Liebste kräftemäßig stark abbaute und sich keine Unwägbarkeiten zumuten wollte. Meines Erachtens ist dies der schwerere Abstieg. Vor allem die vielen Steilstufen abwärts gehen richtig in die Kniegelenke, da man bei jedem Tritt obacht geben muss. Nach insgesamt 7 Stunden kommen wir erschöpft in San Bartolome an - 19km und ca. 1100 Höhenmeter liegen hinter uns.

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