Direkt zum Hauptbereich

Malle 2013 Tag 3: Dicken Hals am Coll d'Honor

Pause in Santa Maria, da war er noch gut drauf
Wie sich die Bilder gleichen: Letztes Jahr wurde der Anstieg zum Coll d'Honor vom Kleinen nur widerwillig angesteuert, dieses Jahr ist es Batman der sich sträubt. Doch wie kommt es dazu?

Eigentlich hat Richie für den heutigen Tag eine flache Tour mit ein paar kleineren Anstiegen um Alaro ausgeschrieben. Diese werden von unseren Heißspornen mit viel Druck hochgekurbelt und beim Langen schnellt der Puls sofort in die Höhe. Irgendwas passt heute nicht. Vielleicht die ungewohnte Umstellung auf sommerliche Temperaturen oder ein Mini-Infekt. Jedenfalls klemmt er immer hinten dran.


Tom & Reto - die Initiatoren
Bei einem Cafe-Stop in Santa Maria beginnt dann die Diskussion. Reto und Tom wollen sich zum Orient absetzen und versuchen uns dafür zu begeistern. "Wenn alle dabei sind komme ich mit", sage ich. Christof raunt direkt "Nö!" Danach werden unsere neuen Mitstreiter Rudi (mit Andy Hampsten-Gedächtnisbrille), der blaue Klaus (immer mit Gepäcktasche unterwegs) und Milram-Mann bearbeitet. Letztendlich sagt Richie: "Ich fahr alles was ihr wollt" und kurzfristig wird die Tour um den Anstieg zum Coll d'Honor erweitert.

Ab Bunyola führt dieser in engen Serpentinen bergan. Anfangs heißt es noch "wir fahren langsam hoch", doch als ein Zeitfahrrad an den Jungs vorbeiprescht gibt es kein Halten mehr. Reto, Tom und Klaus stiefeln hinterher.

In der Sonne muss ich mit meinen Kräften haushalten und beginne den Anstieg aus letzter Position, doch ich kann mein Tempo gut halten und mich nach vorne kämpfen. In der kleinen Ortschaft Orient warten alle, als es Reto überkommt mit "Hach - ist das schön hier". Die Abfahrt nach Alaro ist immer wieder super. Hier kann man es richtig laufen lassen. Auch auf der Rückfahrt drücken wir alle nochmal aufs Tempo und nach 133km mit 1290HM und 26,6er Schnitt kommen wir im Viva Blue an.

Tour 3: Orient

Spruch des Tages von Richie: "Hey, das ist hier kein Rennen!", als mal wieder der letzte Autobahnhügel für einen Sprint genutzt wurde.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Traumpfade - Eifel & Rhein

Direkt nach dem Malle-Radurlaub gabs ein Kontrastprogramm: 4 Tage Wandern über die  Traumpfade ; allesamt Rundwege in Rheinland-Pfalz. Ein Kontrast waren auch die Temperaturen. Von Schnee, Hagel, Regen bis Sonnenschein war alles drin. Die ersten beiden Tage waren wir in der Nähe von Mayen in der  Pension Willebuhr sehr schön untergebracht. Für das Wochenende gesellten sich Andreas & Heike dazu, bei Wanderungen rund um die  Abtei Sayn mit Übernachtung im zugehörigen Gästehaus. Monrealer Ritterschlag: 13,7km, 500 Höhenmeter, Kategorie: schwer. Die Kategorien sind natürlich immer Geschmackssache, doch diese Wanderung führt häufiger steil bergan und bergab. Vor allem die mit Knüppeleichen bewachsenen und felsigen Steilhänge sind nicht ohne. Da uns an diesem Tag die Sonne begleitet macht es richtig Spaß entlang der Felder und Wiesen zu laufen. Highlight sind zum Schluss die beiden Burgruinen Philipps- und Löwenburg, die beide voll begehbar sind - auch der Turm. De...

Am Nordkanal: Von Düsseldorf nach Venlo

Am Nordkanal Ganz spontan haben wir Freitag entschieden, das gute Herbstwetter für einen Wochenendtrip mit dem Rad zu nutzen. Die Wahl fiel auf die Fietsallee am Nordkanal, dazu ein kurzer historischer Rückblick: Anfang des 19. Jahrhunderts lag Napoleon im Clinch mit den Oraniern, die alle Hafenstädte an Rhein und Maas unter Kontrolle hatten. Um den Zöllen zu entgehen, plante er eine Wasserverbindung vom Rhein bis nach Antwerpen, welches zum französischen Territorium gehörte. Also begann man 1806 mit dem Bau des Nordkanals, welcher aber nie fertiggestellt wurde, weil die politischen Verhältnisse sich schnell änderten und man keine Notwendigkeit mehr für einen Kanal hatte. Heute ist dieser an vielen Stellen zugeschüttet, aber z.B. im Neusser Stadtgebiet noch komplett erhalten.   Süchtelner Höhen So sind wir denn ab Neuss-Grimlinghausen auf diesen eingeschwenkt und man fährt wirklich an einem grünen Band durch die Stadt Neuss. Ab Kaarst wird es ungemütlich - hier geht ...

Oberjoch: Langlauf klassisch

Nach acht Jahren Pause stand für uns wieder ein Skiurlaub an. Zusammen mit Reginas Bruder und Family ging es ins  Allgäuhaus nach Wertach. Mit Vollpension und viel In- und Outdooraktivitäten bietet es viel Programm für eine abwechslungsreiche Woche. Es wird hauptsächlich von Familien gebucht - wäre das Richtige für den Kleinen mit Anhang. Die Kids wurden am ersten Tag direkt für einen Alpin Ski-Kurs angemeldet und waren versorgt, während Regina und ich Langlauf wählten. Zum zweiten Mal standen wir so auf den dünnen Brettln nach Kärnten 2010. Am Anfang mühte ich mich um koordinierte Vorwärtsbewegung, zumindest die Doppelstocktechnik funktionierte schnell. An der ersten leichten Abfahrt blieb Regina stehen. Sie hatte Probleme, vor allem beim Bremsen. Die Loipen waren morgens noch vereist und glatt. Ich überholte eine Frau die sich gerade aus ihren Brettln rausklickte. "Hallo, ist etwas passiert?" fragte ich. "In der letzten Runde bin ich an dieser Stelle gestürzt, des...